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18Jun

Dank an Inge Fuchs und Reiner Wasser

Die Geschichte der Grünen in Bad Münstereifel war, wie überall, in den ersten 15 Jahren eine Geschichte von heftigen Auseinandersetzungen und Turbulenzen. Dann seid Ihr zu uns gestoßen, beide ungefähr zur gleichen Zeit, und der Spuk war vorbei. In den gut 15 Jahren, die Ihr bei uns seid, herrschte in allen wichtigen Fragen Übereinstimmung, wurden die Dinge gemeinsam angepackt. Und dazu habt Ihr beide, jeder auf seine Art und an seinem Einsatzpunkt, erheblich beigetragen.

Inge als langjährige Ortsverbandsvorsitzende glich aus, wo es Differenzen gab und führte den Ortsverband leise aber effektiv, indem sie sich selber zurücknahm, die Möglichkeiten auslotete und Beschlüsse herbeiführte, mit denen alle zufrieden waren. Als Ratsfrau sorgte sie dafür, dass die Fraktionssitzungen, die damals ja noch durch ausgesprochen knorrige Typen wie Günter Prygotzki, Martin Jonas und Günter Schmitz (Piff) geprägt waren, letztlich doch zu Ergebnissen führten, die mit abgeschliffenen Kanten versehen waren. Bei der wichtigsten Entscheidung der letzten Jahre, dem Beschluss, mit der CDU zusammen zu arbeiten, war Inge gerade auf einem langen Trip in Südamerika. Diese Entscheidung war nicht unbedingt Inges Ding und so machte Inge weiterhin ihren Job als Ortsverbandsvorsitzende, aber von der Arbeit im Rat und in der Fraktion zog sie sich zunehmend zurück. Zumal sie eine neue Aufgabe fand, bei der wir sie in der Vergangenheit gerne unterstützt haben und auch in Zukunft gerne unterstützen: Ihre Arbeit im Vorstand von „Faires Eck“.

Wir danken Inge für ihre unermüdliche Arbeit (Wir konnten gar nicht mehr zählen, wie oft sie sich durch den Papierwust und den Unterschriftenstress bei den verschiedenen Wahlvorbereitungen gewühlt hat.). Aber vor allem danken wir für den wohltuend besänftigenden und ausgleichenden Einfluss auf die Münstereifeler Grünen, den Inge immer hatte und noch heute hat.

Als Inge wegen ihres Südamerika-Sabbatjahres ausschied, trat Reiner ihre Nachfolge im Rat an. Das war für uns eine ganz neue Erfahrung, denn Reiner war nicht etwa Lehrer, wie ansonsten die meisten Grünen in Bad Münstereifel, sondern Verwaltungsmensch. Als solcher hatte er natürlich ein ganz anderes Verständnis der Verwaltungsunterlagen, die bei den Fraktionssitzungen bearbeitet werden müssen. Er verstand sogar ohne große Verrenkungen den jährlich zu bearbeitenden Haushaltsplan. Das war toll ! Und da Reiner die Zusammenarbeit mit der CDU von vornherein unterstützt hatte, war die Harmonie in der Fraktion dank Reiners Überzeugungskraft und Sachkenntnis gesichert. Auch wenn gelegentlich und vereinzelt sogar Reiners Fähigkeit, Dinge auf den Punkt zu bringen, in einzelnen Fällen nicht weiter half. Gesteigert wurde diese grüne Wohlfühlphase noch dadurch, dass Reiners Kassenführung so war, dass Bad Münstereifel den anderen grünen Ortsverbänden als Vorbild dienen konnte, und  dadurch, dass Reiner uns eine großartige Homepage gestaltete. Alles war so richtig schön.

Leider war Reiner auch in anderen Bereichen erfolgreich, wurde im Beruf mit immer umfangreicheren Führungsaufgaben betraut und bekam als  Trainer der Volleyball-Mannschaft des TVE immer mehr Zulauf, so dass er zwei Spielgruppen einrichten musste. So kam es, dass auch Reiner unsere Fraktion verließ.  Es war einfach zu viel. Allerdings ist Reiners Einfluss, wie der von Inge, weiterhin spürbar und bei Mitgliederversammlungen auch unmittelbar wirksam. Das ist gut so.

Sowohl Inge wie Reiner bleiben uns ja, auch wenn sie sich zurzeit aus der aktiven Politik zurückgezogen haben, als Mitglieder, Freunde und Ratgeber erhalten.

Liebe Inge! Lieber Reiner!

Auch dafür bedanken wir uns und wünschen Euch weiterhin ganz herzlich alles Gute.

Der grüne Ortsverband und die grüne Fraktion

16Mai

Kommentar zum Ergebnis der Landtagswahl 2012

„Wenn wir diese gute Stimmung und diese positiven gemeinsamen Erlebnisse beibehalten können, dann sollte uns kein Wahlergebnis mehr schrecken. Dann macht Politik Spaß und trägt zur Lebensqualität bei. Und das wäre ein Riesenerfolg!“ Das war im Jahr 2004 das Fazit eines Wahlkampfs in Bad Münstereifel.

Das kann man von der Wahl am letzten Sonntag auch sagen. Wir hatten das Glück, dass nach Katrin und Emanuel noch zwei weitere neue Mitglieder kurz vor der Wahl zu uns gestoßen sind und sich gleich intensiv an der Diskussion um die Art der Wahlkampfführung beteiligt haben. Das Ergebnis dieser Diskussion kennt Ihr alle. Wir haben beschlossen, keine Plakatierung vorzunehmen und lieber Geld für die Tafel zu spenden, wobei noch andere Möglichkeiten für Spendenadressaten diskutiert wurden. Dann kam die Diskussion um das Hotel auf dem Radberg auf und wieder waren unsere neuen Mitglieder und auch die alten Jungmitglieder bei der Diskussion vorneweg, mit dem Resultat, dass sie gleich in den Vorstand gewählt wurden und das Konzept, grüne Themen stärker herauszuarbeiten, abgesegnet wurde.

Damit war unser Wahlkampf klar strukturiert (siehe Gießkanne-Anzeigen) und wurde von den Zeitungen aufgegriffen bis hin zur Karikatur von Ralf Kramp, aus der klar wurde, dass die Grünen den Radberg vor einer Kolossalbebauung gerettet haben, was inzwischen auch offiziell ist, da die CDU sich ebenfalls gegen das Radberg-Hotel ausgesprochen hat.

Das waren natürlich gute Voraussetzungen für die Landtagswahl, zumal sich die Tafel kurz vor der Wahl bei uns noch mit einer Anzeige in der Gießkanne für die „großzügige Spende“ bedankte. Entsprechend fiel das Wahlergebnis aus: 10,4 %, womit wir kreisweit das mit Abstand beste grüne Ergebnis erzielten. Und das, obwohl wir uns im Höhengebiet mit teilweise geradezu absurd schlechten Ergebnissen zufrieden geben mussten: 4,37 % in Wald, 5,62 % in Willerscheid oder 6,57 % in Rupperath.

Allerdings wurden diese Ausreißer nach unten durch extrem gute Wahlerfolge anderswo ausgeglichen: In Rodert gaben uns fast 19,8 % der Wählerinnen und Wähler ihre Stimme, erstaunlicher Weise gab es für uns in Reckerscheid/Soller 17,6 %, was sich keiner erklären kann. In den Kernstadt- Bezirken waren es um die 15 % und, was unseren jungen Vorstand besonders freute, da Katrin und Marcus beide von dort kommen, in Eschweiler gab es 14,4 %. Ein tolles Ergebnis! Wir können also insgesamt sehr zufrieden sein und hoffen, bei den nächsten Wahlen auf diesem Ergebnis aufbauen zu können. Allerdings in Wald und Willerscheid, da muss sich etwas tun. Das geht doch so nicht.

Und das Beste am Wahlergebnis ist: Alle haben Lust, eine gemeinsame Feier zum Beispiel am Linderjahn zu veranstalten. Wir müssen noch einen Termin finden und mit Petrus bezüglich des Wetters zu einer Einigung kommen. Wir werden Euch rechtzeitig Bescheid geben.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind natürlich herzlich eingeladen. Eine Bescheinigung über grüne Stimmabgabe bei der Wahl nicht erforderlich.

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